INTERREG Europe-Projekt ESSPO

Efficient Support Service Portfolio for SMEs

Seit April 2017 ist der Landkreis Hameln-Pyrmont im Rahmen der REK Weserbergland plus auf europäischer Ebene aktiv. Möglich wurde das durch das EU-Programm INTERREG Europe, das diese Aktivitäten aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) großzügig fördert.

Der Titel des Projektes lautet ESSPO, „Efficient Support Service Portfolio for SMEs“, es soll die Effizienz der jeweiligen Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhöhen.

Im Vordergrund des auf insgesamt fünf Jahre im Zeitraum 2016-2021 angelegten Projektes steht für die vier REK-Landkreise das bestehende Beratungsangebot zum Wissens- und Technologietransfer, das bereits seit vielen Jahren erfolgreich läuft. „INTERREG gibt uns die Möglichkeit, bei der routinemäßigen Überprüfung unseres Förderinstrumentariums von den Erfahrungen der acht europäischen Projektpartner (siehe Karte) zu profitieren und in Abstimmung mit der Landesregierung zukunftsfähige Ansätze für die Weiterentwicklung zu erarbeiten“, so Andreas Manz vom Landkreis Hameln-Pyrmont; als REK-Geschäftsstelle koordiniert er die regionalen Projektaktivitäten. INTERREG Europe ist dafür besonders geeignet, weil das Programm lokale und regionale Verwaltungen bei der Entwicklung und Umsetzung besserer Politiken unterstützen soll.

Die ersten Treffen, die zunächst im polnischen Poznan und dann in Sevilla stattfanden, haben die Potenziale bereits erkennen lassen. Für die REK Vertreter waren u.a die Einblicke in die Arbeit eines Technologiezentrums interessant. Die Projektpartner aus Estland und Spanien waren vor allem daran interessiert, wie man in größeren Regionen einen engen Kontakt zu den KMU gewährleistet. Das Beispiel aus Niedersachsen erscheint dafür besonders interessant und könnte durchaus als „best practice“ gesehen werden.

Das erste Projektjahr soll dem Kennenlernen der Beteiligten und ihrer Förderinstrumente dienen. So werden europäische Partner im Oktober 2016 auch unsere Region besuchen und aus erster Hand über unsere Aktivitäten informieren. Darauf aufbauend sollen dann gemeinsam Verbesserungsvorschläge entwickelt und schließlich auch umgesetzt werden. „Außer in Hannover werden wir auch in Brüssel frühzeitig Präsenz zeigen, um für unsere Aktivitäten zu werben“, wie REK-Sprecher Tjark Bartels hervorhebt.

 

Ergebnisse des zweiten Halbjahres

Das Projektkonsortium kommt aus acht unterschiedlichen Regionen der EU, die sich trotz unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen mit ähnlichen Herausforderungen bei der KMU-Förderung konfrontiert sehen.

Im zweiten Halbjahr der Projektlaufzeit konzentrierte sich die Arbeit auf die Einbindung regionaler Schlüsselakteure in die Analyse der Unterstützungsinstrumente für KMU und die Identifikation des jeweiligen Handlungsbedarfs. Jeder Partner besuchte im Rahmen einer „Peer Review“ einen anderen Partner und traf mit den dortigen Schlüsselakteuren zusammen. Die dabei entstandenen Berichte spiegeln die externe Sicht auf die Stärken und Schwächen der Förderinstrumente wider und enthalten konkrete Verbesserungsempfehlungen. Dabei wurde die sehr unterschiedliche Situation in den ESSPO-Regionen deutlich.

Die Kooperation zeigt ein breites Spektrum von spärlicher Dezentralisierung und Ressourcen bis hin zu weitgehender regionaler Autonomie mit erheblichen Budgets für die KMU-Förderung; von langjähriger bis zu praktisch keiner Erfahrung.

Die REK-Landkreise repräsentieren dabei mit dem Förderinstrument „Wissens- und Technologietransfer“ eindeutig die erfahrene Gruppe mit weitgehender Selbstbestimmungsmöglichkeit für die eigenen Aktivitäten.

Nähere Informationen über das Projektkonsortium und die Projektinhalte finden Sie unter: InterregEurope

Ihr Ansprechpartner:

Landkreis Hameln-Pyrmont
Geschäftsstelle der REK Weserbergland plus
Dierk Plinke
Telefon: +49 5151 903 9303
E-Mail: dierk.plinke@hameln-pyrmont.de